Meine Arbeit im Rebberg
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Anfang Februar - nach der ersten grossen Kälte - werden die Rebstöcke geschnitten. Für meine Blauburgunder-Reben
wende ich den einfachen Streckbogenschnitt an, dabei wird ein Schoss von 7 bis 9 Augen längs des Bindedrahtes am Schossende angebunden. Die Augenzahl richtet sich nach der Entwicklung und der Fruchtbarkeit der jeweiligen Rebe.
Ein zweites Schoss (mit zwei Augen) wird als Reserve am alten Holz (Stamm oder Rebe) für das nächste Jahr geschnitten. Vorerst werden die geschnittenen langen Schosse noch nicht am Bindedraht befestigt, diese Arbeit wird erst nach einer kurzen Regenperiode ausgeführt, wenn die Schosse feucht sind. Dann nämlich können diese ohne zu brechen leicht gebogen und anschliessend gebunden werden. In der Zeit zwischen dem Schneiden der Reben und dem Anbinden der Schosse, werden die abgefaulten Stickel und Pfähle ersetzt und der Drahtbau kontrolliert und neu gespannt.
Das nebenstehende Bild dokumentiert den einfachen Streckbogenschnitt.
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In meinem kleinen Rebberg mähe ich ab Frühling alle drei Wochen (abwechselnd) eine Gasse Gras sauber aus.
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Die Laubarbeiten beginnen kurz nach dem Austrieb mit dem Erlesen d.h. dem Entfernen aller überflüssigen Schosse. Im Laufe der Monate Mai und Juni müssen die jungen Zweige dauernd im Drahtbau eingeschlauft und gebunden werden damit sie nicht abbrechen.
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Anfang Juli steht die erste Tranche "leichtes Auslauben" an, und Mitte August kommt die zweite Tranche mit dem "fertigen Auslauben" dran. Diese Arbeit wird bewusst in zwei Etappen ausgeführt, da bis Mitte August noch mit Hagelschlag zu rechnen ist.
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Gegen Ende Juli werden mit der "grossen Schere" alle Rebzweige über dem obersten Drahtbau abgeschnitten, damit nicht aller "Saft" in diesem Zweigen nutzlos "verpufft", sondern auf die Trauben übergehen kann.
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Ab Mitte Mai spritze ich meine Reben alle 12 bis 14 Tage gegen die verschiedenen Rebkrankheiten wie "Falschen-" und "Richtigen Mehltau", "Rotbrenner", "Botrytis" usw. und zwar wende ich das gleiche Mittel jeweils höchsten für zwei Spritzungen an.
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Mitte August wird die letzte Spritzung ausgebracht, anschliessend werden die Reben mit Vogelschutznetzen abgedeckt. Wichtig ist auch, dass (von April bis Mitte August) die Erde um die Rebstöcke mindestens zweimal aufgelockert wird, damit das Regenwasser in die Erde eindringen kann und nicht auf der Oberfläche abfliesst.
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Anfang September werden die Blätter in der Nähe der Trauben entfernt, um den Trauben noch zu mehr Sonnenlicht und Wind zu verhelfen. Es geht dabei nicht nur darum die Reifung zu fördern, ich möchte mit dieser Massnahme auch der drohenden Fäulnis der Traubenbeeren entgegenwirken, indem man die Früchte möglichst trocken hält. Auch nach einer Regenperiode erhalten die Trauben die Möglichkeit, schneller zu trocknen. Ich achte stets darauf, dass pro Traube an einem Rebenzweig, sich noch mindestens fünf Blätter über der Traube befinden, damit noch genügend Zuckerzufuhr über die Blätter auf die Traube gewährleistetet ist. Bei zwei Trauben sollten es demnach zehn Blätter sein.